Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V. hat das Thema „Fachkräfteengpässe“ für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) durchleuchtet. Die Studie Fachkräfteengpässe in Unternehmen zeigt, dass KMU in Abgrenzung zu Großunternehmen viel größere Probleme haben, Fachkräfte und Azubis zu finden. Die veröffentlichten Handlungsempfehlungen beschreiben was KMU dagegen tun können (s. S. 29f):

Fachkräfte finden für KMU

Studie Fachkräfte finden für mittlere und kleine Unternehmen


1. Nur, weil Großunternehmen schon stärkere Arbeitgebermarken haben, muss man als KMU nicht passiv sein. Es lohnt sich herauszufinden, was einen als Arbeitgeber von den anderen abgrenzt und attraktiv macht. Bewerber können leichter entscheiden, wo sie arbeiten möchten, wenn für sie transparent ist, was ein Unternehmen auszeichnet. Nicht verstecken – sondern mit der Arbeitgebermarke zeigen, was man zu bieten hat!
2. Personalbedarfsplanung schützt vor Überraschung: wer frühzeitig weiß, wann neue Mitarbeiter gebraucht werden, kann strategischer handeln und Stellen mit ausreichend Vorlauf ausschreiben. Neben dem Zahlenwerk ist dabei auch wichtig, sich ändernde Kompetenzprofile zu beachten und die vorhandenen Mitarbeiter zu entwickeln und weiterzubilden.
3. Staatliche Förderprogramme zur Fachkräfteentwicklung helfen den KMU und dem potentiellen Mitarbeiter. KMU bekommen Unterstützung, wenn sie neue Zielgruppen – Menschen, die es bisher schwer hatten, Arbeit oder eine Ausbildungsstelle zu finden – an Arbeit heranführen.
Das schöne an Punkt 3 ist, dass er mit den Punkten 1 und 2 korrespondiert. Es zahlt auf Ihre Arbeitgebermarke ein, wenn Sie sich als Unternehmen zeigen, indem auch Menschen eine Chance bekommen, die sie nötig haben. Sie gewinnen loyale Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer, die positiv über das Unternehmen berichten. Die Botschaft ist dann: hier darf man zeigen, was man kann und wird von Anfang an dabei unterstützt. Einem Eingliederungszuschuss kann man beispielsweise nutzen, um das neue Teammitglied passgenau für die Stelle zu entwickeln, die es zukünftig besetzen wird.